Die Haaner Kirche

Herzlich willkommen in der Haaner Kirche!

Die Kirche ist für Besichtigung und Gebet geöffnet:
Mittwochs von 10:00 bis 12:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr

Mittwochs: 10-Minuten-Andacht um 10:00 Uhr

Zehn Minuten Ruhe im Trubel des Alltags. Das bietet die Ökumenische 10-Minuten-Andacht. Meditative Musik, kurze prägnante und tiefsinnige Gedanken, ein Impuls für den Tag, die Möglichkeit die Stille der Kirche in sich aufzunehmen.

Samstags-Andacht: Mensch/Gott um 11:00 Uhr

Samstags gibt es Jeweils um 11:00 Uhr mit der Andachtreihe „Mensch/Gott“ quasi das "Wort zum Samstag", einen nachdenklich besinnlichen Impuls.

Geschichte der Haaner Kirche

Erbaut im Jahre 1863 und 1864 fand der erste Gottesdienst am 14. Dezember 1864 statt.

Die alte Haaner Kirche wurde Mitte des 10. Jahrhunderts als Tauf- und Betkapelle auf dem Platz des heutigen Hallenbads errichtet, 1863 abgerissen. Der erhaltene Baustein, hinter dem heutigen Altar in die Wand eingefügt, trägt die (lateinische) Inschrift: „Von dem ehrwürdigen Erzbischof Wichfried ist diese Kirche am 2. Tag vor den Nonen des August zu Ehren der heiligen Märtyrer Chrysanthus und Daria eingeweiht worden. Im Jahre 950 hat Ger(bert) ... im 8. Steuerjahr dieses Bethaus errichtet".

1957 wurden der Chorraum und die Orgel-Empore neu gestaltet, die Sakristei (Nebenraum) angebaut, 1983 Fußboden und Heizung erneuert.

1968 entwarf W. Putfarken die neuen Fenster. Sie zeigen in der Mitte den auferstandenen Christus. Er ist „Anfang" und „Ende" (A und O). Das rechte Fenster weist auf das Abendmahl hin: Ähren, Trauben, Brot, Schale und Kelch. Im linken Fenster erkennt man eine Taube, das Zeichen der Taufe, und einen großen Fisch mit den Buchstaben X und P, den griechischen Anfangsbuchstaben für Christus. Das Fischsymbol erinnert an das griechische Wort für Fisch: ICHTUS. Es bedeutet: „Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter". Das Netz und die kleinen Fische erzählen den Fischfang des Petrus: er soll Menschen für Christus „einfangen".

Der Herrnhuter Stern unter der Decke wird seit 1980 in der Advents- und Weihnachtszeit heruntergeholt und beleuchtet.

Die Orgel wurde von der Firma Ch. Lobback aus Neuendeich bei Hamburg 1987 gebaut. Sie ist 3-manualig bei 48 Registern, eingeweiht am 31. Oktober 1987.

Die Glocken im Kirchturm, nach dem 2.Weltkrieg in Bochum gegossen, läuteten zum ersten Mal am 28.September 1948 (E-Gis-B-E) und tragen die Inschrift: Kommt, denn es ist alles bereit (Matth. 22,4), Gelobt seist du in deinem heiligen Tempel (Stücke zu David, 3,30), Heilige sie in deiner Wahrheit (Jona 17,17), Amen, ja komm, Herr Jesus (Offbg. 22,20)

Zwei der drei Glocken, die 1864 aufgehängt wurden, sind 1942 eingeschmolzen worden. Die kleinste, die Betglocke, läutet seit 1963 im Friedensheim Die kleine Glocke außen am Turm stammt aus der alten Kirche und wurde 1542 gegossen. Sie schlägt die Stunden und trägt die lateinische Inschrift „Salvator mundi adiuva nos sancta Maria ora pro nobis" („Erlöser der Welt, hilf uns heilige Maria, bitte für uns").

Über dem Haupteingang steht: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" (Hebräer 13,8).

Über den Seitentüren sind zwei Bibelstellen eingraviert – rechts: Offenbarung 22,20 „Er spricht, der dies bezeugt. Ja, ich komme bald. Amen, ja, komm, Herr Jesus." – und links: Maleachi 3,1 „Siehe, ich will einen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begeht, siehe, er kommt."

An der Stirnwand der Empore stehen zwei Bibelverse: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht" (Phil. 4,13) und „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit" (Psalm 86,11) mit den Symbolen des Kreuzes auf der Weltkugel und den Tafeln der 10 Gebote.

2008 haben wir unsere Kirche neu sehen gelernt: ihre Symmetrie - die Türen, die Säulen, die Empore - und die Zahl 8 als Gestaltungsprinzip im Altarraum; denn „8" ist die Zahl des glücklichen Anfangs, der geistigen Wiedergeburt der mit der Auferstehung Christi beginnenden neuen Schöpfung.

Die Designer Markus Zink und Agnes Gensichen schufen so das neue Taufbecken, das Lesepult und den Osterleuchter, ebenso das neue Kreuz.

Vor dem Altar hängt das Altartuch (Antependium), das uns die Farben des Kirchenjahres anzeigt: violett (Advent, Passion), weiß (Weihnachten), grün (Epiphanias, Trinitatis), rot (Pfingsten, Reformation) und schwarz (Karfreitag).

Der Vorraum lädt ein, anzukommen und zu verweilen. Plakate und Hinweise informieren, Kerzen können angezündet werden und Gedanken in ein Buch geschrieben werden. Die beiden Fenster im Eingang zeigen das Kreuz über der geöffneten Grabplatte (Darstellung von Ostern) und Geräte der Landwirtschaft und des Handwerks.

„Kirche", "ekklysia", stammt aus der frühen, griechisch sprechenden Christenheit und hat in den germanischen Sprachen „kyriake oikia" (Haus des Herrn) zur Grundlage.


Die Kirche von außen gesehen

 

… und von innen