Pädagogik

Der wesentliche Aspekt der kindlichen Bildung ist eine aktive Auseinandersetzung des Kindes mit der Welt. Kinder sind Erforscher ihrer Welt. Spielen und Lernen sind eng miteinander verzahnt. Jeder Erfahrung und jeder Form der Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt und sich selbst liegt ein Lernprozess zugrunde. Das Kind lernt Zusammenhänge zu erkennen, mit der Welt umzugehen und sich in ihr angemessen zu verhalten. Bildung entfaltet die Persönlichkeit des Kindes.

Die vorgegebenen Bildungsbereiche in NRW vom 01.08.2003 dienen als Basis für die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit und der Konzeption.

Diese Bildungsbereiche sind:

  • Bewegung
  • Körper, Gesundheit und Ernährung
  • Sprache und Kommunikation
  • Soziale und (inter-)kulturelle Bildung
  • musisch-ästhetische Bildung
  • Religion und Ethik
  • Mathematische Bildung
  • Naturwissenschaftlich-technische Bildung
  • Ökologische Bildung
  • Medien

Die Grundlage für eine zielgerichtete Bildungsarbeit mit den Kindern ist ein hohes Maß an Begleitung und Beobachtung und Reflektion durch die Erzieherinnen. Dabei muss das individuelle Lernen jedes einzelnen Kindes mit seinem jeweiligen Entwicklungsstand berücksichtig werden.

In unserer Einrichtung werden Kinder von 0,4 - 6 Jahren betreut und finden hier in allen Altersstufen Anregungen und für ihre Entwicklung ein geeignetes Umfeld.

„Soziale Kontakte zu Kindern verschiedener Altersstufen stellen Erfahrungspotenziale bereit, die für die soziale-, emotionale und kognitive Entwicklung im hohen Maße förderlich sind.“ (Kindergarten heute 2/2014)

Die Kinder erfahren Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme. Am Anfang benötigten die Kinder viel Zeit und persönliche Zuwendung. Individuelle Ansprache ist für das Kind wichtig. Im Laufe der Kindergartenzeit lernen die Kinder gruppenfähig zu werden. Dies entwickelt sich aus Kleingruppenprozessen, mit Ruhephasen und Rückzugsmöglichkeiten.

Im Laufe der kindlichen Entwicklung wollen Kinder größere Kreise ziehen. An dieser Stelle werden neue Impulse gesetzt und vielfältigere Entdeckungsmöglichkeiten geboten. Die Pädagogik wird hier individuell angesetzt.

Das eigentliche Spiel des Kindes soll immer im Vordergrund stehen und aus Situationen erwachsen. Es wird von den Erzieherinnen begleitet. Das Spiel ist die Haupttätigkeit eines jeden Kindes. Um die sozialen Prozesse zu fördern und den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, können die Kinder Ort, Spielpartner und Materialien selbst auswählen.

Den Rahmen zur täglichen Arbeit bilden die Themenpläne, die gemeinsam im Team erstellt werden. Die Impulse hierfür ergeben sich aus den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder und aus dem Jahresrhythmus z.B. Themen aus Familie, Umwelt und Natur. Gruppenübergreifende Projekte, wie musikalische Früherziehung, erstes Englisch, Theatergruppe, Spatzenchor, kleine Forscher und Naturbegegnungen sind fester Bestandteil unserer Arbeit.

Die Kinder sollen sich in der Einrichtung angenommen fühlen. Nur wenn Kinder sich Wohlfühlen, findet ein positiver Entwicklungsprozess statt. Bei allem soll die Freude am Tun und am Miteinander immer im Vordergrund stehen. Wir betrachten und akzeptieren jedes Kind als eigenständige und individuelle Persönlichkeit.

Religionspädagogischer Aspekt

 

Die Grundlage unseres Handelns ist der christliche Glaube in ökumenischer, interreligiöser und interkultureller Offenheit. Ausgehend vom christlichen Menschenbild schaffen wir in unserer Einrichtung eine Atmosphäre der Toleranz, auch gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Wir sehen alle Kinder als einzigartige Geschöpfe Gottes, die wir annehmen wie sie sind. Ein konzeptioneller Schwerpunkt in unserer Arbeit ist die religiöse Begleitung der Kinder.

Als evangelische Einrichtung ist die Kindertageseinrichtung Bestandteil unserer evangelischen Kirchengemeinde. Die Kinder erfahren das Evangelium in Wort, Dienst und Gemeinschaft, durch Feste und Feiern des Kirchenjahres, sowie die Begleitung durch unsere Pfarrer.

Christliche Themen, Lieder, Gebete sowie christliche Traditionen und Grundwerte gehören zum Erleben unserer Einrichtung. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem für die Kindertageseinrichtung zuständigen Pfarrer lernen die Kinder biblische Geschichten kennen und setzen sich mit christlichen Themen auseinander, wie z.B. die Bewahrung der Schöpfung und das Projekt Tod und Trauer.

Zum Abschluss jeder Woche findet ein kleiner Gottesdienst mit allen Kindern und unserem Pfarrer in der Einrichtung statt. Familiengottesdienste werden gemeinsam mit Erzieherinnen geplant und mit den Kindern gestaltet.