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Parasite

Die da oben, wir hier unten! Die mehrfach Oscar-gekrönte Gesellschaftsparabel stellt eine Familie von Außenseitern in den Mittelpunkt. Die dramatische Filmhandlung zeigt, wie die anfänglichen Sympathieträger zu einem Monster werden.

In der südkoreanischen Metropole Seoul wohnen „die da oben“ angenehm in den hügeligen Vororten. „Da unten“ kämpfen die Armen in ihren Kellerwohnungen ums Überleben. Mit dabei: die Eltern Kim und ihre beiden Teenager. Die sind intelligent, haben aber keinen Studienplatz  bekommen. 

Durch einen günstigen Zufall ergattert Sohn Ki-woo den Job eines Privatlehrers bei der neureichen Familie Park. Er  und seine Schwester Ki-jung sorgen dafür, dass die anderen Bediensteten der Parks durch ihre Eltern ersetzt werden.  Als aber die entlassene Haushälterin unverhofft noch einmal auftaucht, kommt es zur blutigen Eskalation.

In »Parasite« treffen zwei Familien aufeinander, die sich durch Status, Lebensweise und Familiensinn radikal unterscheiden. Die Kims sind erfinderische Habenichtse, die die Villa der reichen Parks infiltrieren. Als Nachhilfelehrer, Chauffeur und Haushälterin schröpfen sie ihre Arbeitgeber nach Strich und Faden. Unvorhersehbare Komplikationen heben die scheinbare Ordnung schließlich vollends aus den Angeln.

In dem mal verdeckten, mal offenen Klassenkampf sind die Sympathien  nicht unumstößlich verteilt. Die moderne Villa der Parks ist ebenso wenig gegen Verheerungen gefeit wie die schäbige Kellerwohnung der Kims. Und sie besitzt Räume, von deren Existenz die Besitzer nichts wissen. So gipfelt das hoch brillant-grausame Sozialdrama in einem furiosen Finale aus Gewalt und dem Traum von einer guten Lösung für die Benachteiligten.  Alles in allem ist „Parasite“ eine schwarzhumorige, temporeich und grandios gefilmte Tragikomödie. Ein Leckerbissen für  Filmfans mit starken Nerven.

Textnachweis: epd-film, Filmdienst.de und Filmstarts.de 2019 und 2020

Der Eintritt ist wie immer frei. Im Anschluss laden wir auch dieses Mal zum Gespräch bei einem Glas Wasser oder Wein ein.

 

Die Maskenpflicht in der Kirche und den Gemeindehäusern ist aufgehoben.

Weitere Informationen zum Kirchen-Kino: Hans-Martin Huland, Alsenstr.5, 42781 Haan. 02129 375 887 oder 0171 108 52 54, hulandhm[at]t-online.de