Halle: Wie geht es nun weiter?

Der offenbar antisemitische und rechtsextreme Anschlag in Halle an der Saale mit zwei Toten schockiert viele Menschen in Deutschland und weltweit. Ein Mann hatte am 09. Oktober versucht, eine Synagoge im Paulusviertel zu stürmen. 

Wir (Redaktion kirche/heute) meinen, dass unsere Gemeinde ein Zeichen öffentlich setzen sollte. Deshalb planen wir im nächsten Jahr mehrere Veranstaltungen zusammen mit der Organisation „Rent a Jew“ durchzuführen. Ehrenamtliche jüdische Referent*innen werden in unsere Gemeinde eingeladen, um durch Dialog das oft abstrakte Bild von Juden aufzubrechen und ihnen ein Gesicht zu geben. Im Fokus der Begegnungen, stehen das aktuelle jüdische Leben in Deutschland, persönliche Einblicke in den jüdischen Alltag und die Möglichkeit Fragen zu stellen. 

Wenn Sie Interesse haben dieses spannende Projekt zu unterstützen, melden Sie sich einfach bei Pfarrer Christian Dörr, Email: christian.doerr@ekir,de, Tel. 02129 349880. 

 

Facebook Artikel 09. Oktober – Präses Manfred Rekowski 

Der Anschlag in Halle ist ein Angriff auf uns alle. 

Ich bin entsetzt und voller Trauer angesichts des Anschlags auf die jüdische Gemeinde in Halle. Mein Mitgefühl gilt den Familien der Opfer, sie schließe ich in mein Gebet ein. Es ist besonders schlimm, dass dieser Angriff am Jom Kippur, dem Versöhnungstag, erfolgte. Diese Attacke ist auch ein Angriff auf uns alle. Wir dürfen nicht zulassen, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland in Angst und Furcht leben. Allen Anzeichen von Antisemitismus treten wir aufgrund unseres Glaubens und unserer Verantwortung für unser Land konsequent entgegen. 

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erklärte, er sei entsetzt und fassungslos angesichts dieser Gräueltaten. Man dürfe nicht zulassen, dass Juden in Angst und Unsicherheit ihren Glauben leben müssen. "Antisemitismus ist Gotteslästerung", betonte Bedford-Strohm. 

"Wir sind den Juden in unserem Land, unseren Schwestern und Brüdern, gerade in diesen Stunden eng im Gebet verbunden", erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx. Antisemitismus oder blinde Gewalt dürften keinen Platz in der Gesellschaft haben, ergänzte er.

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https://presse.ekir.de/presse/CFD132892A04461786C9AC96CE49F4E0/gegen-den-rechtsterrorismus-in-unserem-land-entschieden-aufstehen