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Das Streben nach Glück (US-amerikanisches Filmdrama, 2006)

Will Smith und sein Sohn Jaden Smith spielen ein bemerkenswertes Vater-Sohn-Duo, dem die Frau und Mutter fehlt. Diese konnte das perspektivlose Leben in Armut nicht länger ertragen und verließ die Familie. Der allein­erziehende Vater Chris versucht dagegen, seinem kleinen Sohn Christopher und sich ein würdiges Leben zu ermöglichen. Als ihm eines Tages ein chancenreiches, aber unbezahltes Praktikum angeboten wird, greift er zu. Um den Lebensunterhalt für sich und seinen Sohn zu sichern, muss Chris neben seiner Praktikantenstelle weiter als Handelsvertreter arbeiten. Doch gegen die beiden scheint sich alles verschworen zu haben, alte und neue Schulden verhindern einen Weg in die Normalität. So landen sie schließlich auf der Straße.  Doch auch dann bemüht sich Chris mit aller Energie um das Wohl seines Kindes.

Der Film spielt im San Francisco der 80er Jahre, zu einer Zeit, in der Politiker wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan die neoliberale Umwälzung der westlichen Gesellschaften betrieben. Und als die Finanzwirtschaft mit ihrem Investmentbanking die sozialen Spielregeln definierte und durchsetzte. Die hochschnellende Armut ist die Hintergrundfolie der Handlung, in der Chris keine Alternative zum harten, widerspruchslosen Überlebenskampf sieht. Ob in der überfüllten KiTa oder bei der gnadenlosen Auswahl zum Abschluss des Praktikums – immer wieder werden die Zuschauer durch Chris mit der hässlichen Seite des American Dream konfrontiert. Doch der folgt unbeirrt dem zentralen Glaubenssatz der amerikanischen Mittelklasse: Jeder Mensch ist der Schmied seines Glückes. Dass Chris mit der Hingabe an seinen kleinen Sohn viele Herzen im Publikum berührt, zeichnet den Film ebenso aus wie die Seitenblicke auf die Verlierer, denen der Held begegnet und die bei dem Streben nach Glück keine echte Chance haben.

Fazit: Das Streben nach Glück lädt zur Identifikation mit den Hauptfiguren ebenso ein wie zum vertiefenden Nachgespräch bei einem Glas Wasser oder Wein.  Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

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Weitere Informationen zum Kirchen-Kino: Hans-Martin Huland, Alsenstr.5, 42781 Haan. 02129 375 887 oder 0171 108 52 54, hulandhm[at]t-online.de