Viel Lärm um… die Zukunft unserer Kindergärten!

Viele Diskussionen gab es, viele Spekulationen um die Zukunft der Kindertagesstätten der Evangelischen Kirchengemeinde Haan. Und immer wieder gab es laute und kritische Stimmen, das Presbyterium habe sich gegen Kindergartenarbeit entschieden und gefährde so die Zukunft der Gemeinde. Richtig ist, dass sich etwas ändern wird. Falsch ist, dass die Kirchengemeinde keine Kitas mehr unterhält! 

Die Kirchengemeinde wird auch weiterhin die Kosten der Kitas tragen, lediglich das Management (die Trägerschaft) wird sich verändern. Bisher wurden die drei Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 11 Gruppenhauptsächlich von einem ehrenamtlich arbeitenden Presbyter gesteuert. 

Da dieser in den wohlverdienten "Ruhestand“ geht und die Aufgabenstellung außerdem durch ein sich stets veränderndes Kinderbildungsgesetz nicht mehr ehrenamtlich zu bewältigen ist, strebt das Presbyterium die Übergabe der Einrichtungen Kampstraße und Bismarckstraße an eine professionelle Geschäftsführung an. 

Zu diesem Zweck laufen gerade Verhandlungen mit der evangelischen Graf-Recke-Stiftung, die reichlich Erfahrung mit dem Betreiben von Kitas mitbringt. 

Die religionspädagogische Arbeit vor Ort wird weiterhin unverändert in Zusammenarbeit der Erzieherinnen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde stattfinden. 

Die Kinder werden weiterhin bei Familiengottesdiensten, Kinderbibelwochen und der Arbeit in den Kitas in das Leben der Gemeinde hineinwachsen. 

Etwas anders verhält es sich mit der Einrichtung Kurze Straße. Aufgrund eines nicht sanierbaren Schadens ist das Gebäude nicht mehr nutzbar. 

Der provisorische Betrieb in Containermodulen ist nur eine Übergangslösung. 

Deshalb plant die Kirchengemeinde eine Übertragung der Einrichtung an die Stadt Haan mit einem Umzug in ein städtisches Gebäude in Unterhaan. 

Auch hier strebt das Presbyterium eine Vereinbarung an, dass religionspädagogische Arbeit durch die Kirchengemeinde angeboten werden 

kann. Die Veränderungen sollen zum Kindergartenjahr 2020/21 wirksam werden. 

! Christian Dörr